Postpartale-/ Schwangerschafts-Depression

Depressionen in Verbindung mit der Geburt


Als postpartale Depressionen werden solche Depressionen bezeichnet, die innerhalb von sechs Wochen nach der Geburt eines Kindes ("post partum") auftreten. Andere Bezeichnungen dafür sind: "Wochenbettdepression" (so wurden sie früher bezeichnet) oder auch "postnatale Depression". In aller Regel sind davon nur die Mütter betroffen, neue Forschungen haben gezeigt, dass aber auch Väter - wenn auch nur sporadisch - davon betroffen sein können. Statistisch gesehen, ist für die Mutter die Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres nach der Geburt eine Depression zu erleiden am höchsten.

Auch eine andere Art von Depression kann hier genannt werden: die Schwangerschaftsdepression, da diese auch im Zusammenhang mit der (erwarteten) Geburt eines Kindes steht. Die Schwangerschaftsdepression tritt aber wesentlich seltener auf als die postpartale Depression.

Ergänzend sei hier noch erwähnt, dass die emotionalen Probleme, die im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes auftreten können, sich nicht nur auf Depressionen beschränken. So kann es in diesem Zeitraum auch zu Angststörungen oder auch zu psychotischen Störungen (sog. Puerperalpsychosen) kommen. Diese sind aber wesentlich seltener als Depressionen.

Der sogenannte "Baby Blues" (früher oft auch "Heultage" genannt) hat nichts mit einer Depression zu tun. Eine Depression ist grundsätzlich eine ernst zu nehmende Krankheit, die (professionell) behandelt werden sollte, ein "Blues" ist eine vorübergehende gedrückte Stimmung, also etwas, was sich nach mehr oder weniger kurzer Zeit von selbst wieder verflüchtigt.

Die Ursachen für eine Schwangerschafts- oder postpartale Depression sind sehr unterschiedlich. Der Zeitraum vor und nach der Geburt ist infolge der damit verbunden körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen oftmals sehr belastend. Von daher entstehen viele postpartale Depressionen als eine Art Erschöpfungsdepression.

Bei manchen Müttern stellen sich vor oder nach der Geburt ihres Kindes Selbstzweifel oder Zweifel an der Partnerschaft ein. Sie fühlen sich dann von ihrem Partner allein gelassen, haben Angst vor Überforderung oder vor den damit einhergehenden Veränderungen.

Andere Frauen haben wiederum Schwierigkeiten mit ihrer neuen Mutter-Rolle zurecht zu kommen. Sie fühlen sich unsicher was ihre Fähigkeiten als Mutter betrifft oder sie haben das Gefühl, das Kind nicht genug zu lieben oder auch das Gefühl von dem Kind nicht geliebt oder sogar abgelehnt zu werden.

Schwangerschafts- und postpartale Depressionen (auch Angststörungen) können durch Psychotherapie gut behandelt werden. Gerade von der Verhaltenstherapie wurden auf diesen Bereich zugeschnittene Behandlungskonzepte entwickelt.

Während meiner Tätigkeit am Universitätsklinikum Heidelberg, habe ich zusammen mit meiner damaligen Kollegin Frau Corinna Reck eine Mutter-Kind-Einheit auf der Depressionsstation aufgebaut. In dieser Zeit konnte ich profunde Erfahrungen über Schwangerschafts- und postpartale Depressionen sammeln.

Wenn Sie eine Behandlung oder Beratung in meiner Privatpraxis wünschen, können Sie sich über den Ablauf  und die Kosten informieren oder zur Terminvereinbarung bzw. für mehr Informationen mit mir Kontakt aufnehmen.


Wirksame Depressionstherapie.