Depressionstherapie

Die Behandlung von Niedergeschlagenheit, Grübeln, Lustlosigkeit und Rückzug


Merkmale und Diagnose einer Depression

Eine erfolgreiche Behandlung setzt an einer genauen Diagnostik an, von daher ist es wichtig mögliche Krankheitsbilder einer Depression genau zu kennen:

Jede Tätigkeit fällt schwer, auch Kleinigkeiten können nur mit Anstrengung erledigt werden, Müdigkeit - die auch gepaart mit großer innerer Unruhe auftreten kann - scheint ein Dauerzustand zu sein, Schlaf - wenn überhaupt möglich - verschafft nur eine kurzzeitige Erholung. Selbstzweifel und Gefühle von Minderwertigkeit und/ oder der Unzulänglichkeit sind an der Tagesordnung. Die Weltsicht ist grau, ohne Aussicht auf Verbesserung, es treten keine oder kaum noch positive Gefühle auf, man fühlt sich innerlich wie abgestorben und hat "keine Lust auf gar nichts", auch sonst schöne Ereignisse lösen kaum noch erfreuliche Reaktionen aus und letztlich erscheint vieles aussichtslos oder doch zumindest sinnlos.

Beinahe jeder Mensch hat zumindest einen dieser Zustände bei sich schon erlebt. Das rechtfertigt aber nicht die Diagnose einer "Depression". Diese einzelnen Symptome müssen in einer bestimmten Kombination (einem sogenannten "Syndrom") kontinuierlich über einen längeren Zeitraum vorhanden sein. Erst dann könnte eine Depression diagnostiziert werden und eine sinnvolle Depressionstherapie in die Wege geleitet werden.

Oftmals werden für die Diagnostik Hilfsmittel eingesetzt, wie z.B. ein Fragebogen. Den wissenschaftlich zurzeit genauesten Fragebogen können Sie sich hier runter laden: Depressions-Fragebogen (DID) Download


Teufelskreis Depression

Eine Depression ist eine Erkrankung, die immer eine Einschränkung von Lebensfreude und Leistungsfähigkeit nach sich zieht und nicht selten auch mit einer Arbeitsunfähigkeit einhergeht. Eine Depression ist deshalb eine so beeinträchtigende Erkrankung, da sich eine depressive Erkrankung in Form von Depressionskreisläufen selbst perpetuiert, also gewissermaßen aus sich heraus fortführt. Ein einfacher Depressionskreislauf sieht z.B. folgendermaßen aus:
 


Es ist leicht zu erkennen, dass sich die einzelnen Symptome einer Depression in diesem Kreislauf selbst verstärken und es so fast automatisch zu einer Abwärtsspirale kommt.

Viele Betroffene sind sozusagen in diesen Kreisläufen gefangen und schaffen es nicht aus eigener Kraft da wieder rauszukommen. Eine Psychotherapie kann hier eine effektive und nachhaltige Abhilfe schaffen.


Psychotherapie von Depressionen

Eine Depression kann gut durch eine Psychotherapie behandelt werden. Besonders die Verhaltenstherapie hat sich in zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Studien als ein außerordentlich wirksames Verfahren erwiesen.

Für eine erfolgreiche Psychotherapie einer Depression gibt es unterschiedliche Ansatzbereiche; diese können typischerweise so aussehen:


In der Verhaltenstherapie spielt die Herausarbeitung und Veränderung von sog. selbstschädigenden Denk- und Verhaltensmustern eine zentrale Rolle. Diese werden auch als "depressiogen" - als depressionsauslösend - bezeichnet, da sie für die Entstehung einer Depression als besonders bedeutsam angesehen werden. Solche Denk- oder Verhaltensweisen treten oft in Form von (automatischen, unbewussten) Gedanken auf, wie z.B. "Ich bin unfähig!" oder "Niemand interessiert sich wirklich für mich!" oder in Form von Handlungen wie z.B. Sich-zurück-ziehen oder subtile Selbstbestrafungen wie sich etwas Gewünschtes zu versagen. 

Wie schon gesagt, sind diese Denk- und Verhaltensmuster oft automatisch, und das heißt in der Regel auch unbewusst. Deshalb ist ein wichtiger Schritt in der Therapie, diese automatisierten Muster bewusst zu machen. Diese Bewusstmachung geschieht durch eine systematische Selbstbeobachtung. Dabei lernen Sie, gezielt selbstschädigende Denk- und Verhaltensmuster bei sich wahrzunehmen. 

In einem weiteren Schritt der Behandlung geht es um die Veränderung der jetzt bekannten depressiogenen Muster. Die Veränderung kann auf völlig unterschiedliche Arten stattfinden. Im einfachsten Fall bewirkt die Bewusstmachung von selbstschädigenden Muster schon eine positive Veränderung: das Erkennen, sich unabsichtlich selbst zu schaden, hilft sich davon zu distanzieren. Die Veränderung von selbstschädigenden Mustern wird auch durch das therapeutische Gespräch gefördert. Hierbei werden gezielt individuelle Glaubenssätze und persönliche Dogmen hinterfragt und einer eingehenden Überprüfung unterzogen.

Je nachdem wie lange und in was für einem Umfang depressiogene Muster vorhanden sind, umso länger dauert es auch diese zu verändern. Etwas was sehr lange da ist und eine große Rolle im Leben eingenommen hat, wird man nicht von heute auf morgen verändern können. In diesem Fall kann es z.B. hilfreich sein, zunächst genauer zu verstehen, warum es in unserem Leben entstanden ist. Für das Verständnis der Entstehung von selbstschädigenden Mustern spielen häufig die Umstände, unter den wir aufgewachsen sind, eine wichtige Rolle.

In dem darauffolenden Schritt werden in der Therapie dann neue, "gesunde" Denkmuster und Verhaltensweisen entwickelt und diese gegebenenfalls in praktischen Handlungen gezielt eingeübt. So lernt man z.B. in Situationen, in denen man sich früher selbst abgewertet oder sich etwas Erwünschtes vorenthalten hätte, wertschätzender mit sich umzugehen

Am Ende der Therapie geht es darum, herauszufinden, wie das Wiederauftreten einer Depression am besten verhindert werden kann (sog. Rezidiv-Prophylaxe, Rezidivierende Depression).


Depressionstherapie bei Robert Weiss

Ich habe mich auf die Pschotherapie von Depressionen spezialisiert. In meiner beruflichen Laufbahn war ich Stationspsychologe auf der Depressionsstation des Uniklinikums Heidelberg und ich habe die Depressionstherapie in der Tagklinik Westend (München) geleitet.

Wenn Sie sich für eine Behandlung in meiner Privatpraxis interessieren, können Sie sich über den Ablauf und die Kosten informieren oder zur Terminvereinbarung bzw. für mehr Informationen mit mir Kontakt aufnehmen.


Wirksame Depressionstherapie.