Angsttherapie

Hintergründe, Symptome und Therapie

Angst und Angststörung

Für eine effektive Angsttherapie ist es zunächst wichtig, zwischen Angst und Angststörung zu unterscheiden: "Angst" ist eine gesunde, biologisch wertvolle, Reaktion. Eine "Angststörung" ist eine Krankheit.

Ohne Angst würden wir nicht überleben. Angst ermöglicht uns effektiv auf Gefahren zu reagieren. Wenn wir Angst haben, findet eine starke physiologische Aktivierung statt, deshalb kommt es auch zu vielen körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern etc. Durch diese körperliche Aktivierung - oft auch "Notfallreaktion" genannt - wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt und kann somit schnell auf eine Gefahr reagieren.

Bei Angststörungen wird der evolutionäre Überlebensmechanismus der Angst fälschlicherweise ausgelöst. Unser Organismus gibt "blinden Alarm", d.h. er löst Angst aus, obwohl keine Gefahr vorliegt. Nur in diesem Fall ist eine Angsttherapie sinnvoll.

Symptome von Angststörungen

Obwohl es zahlreiche unterschiedliche Formen von Angststörungen gibt (siehe Liste im Navigationsmenü links) haben diese alle eine Gemeinsamkeit: Jeder Angstzustand ist eine physiologische Aktivierung mit körperlichen Symptomen wie beispielsweise:

  • Herzrasen, Herzklopfen oder "Herzstolpern"
  • Engegefühl in der Brust oder Druck auf der Brust
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Händen, Füßen oder im Bauch oder Kopf
  • trockener Mund, Kloßgefühl im Hals oder Bauch
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Erröten
  • Schwindel
  • verschwommene oder eingeengte Sicht
  • Hitzewallungen / Kälteschauer
  • Drang zu urinieren / auf die Toilette zu müssen
  • Übelkeit

Die Stärke und das Ausmaß der körperlichen Reaktionen ist individuell sehr unterschiedlich. Weiterhin spielen bei manchen Angststörungen die körperlichen Symptome eine eher geringe Rolle (wie z.B. bei Zwangsstörungen) bei anderen Angststörungen kommt ihnen eine besonders bedeutsame Funktion zu (wie z.B. bei der Panikstörung).

Je nachdem, in was für einer Situation fälschlicherweise eine Angstreaktion auftritt, werden unterschiedliche Arten einer Angststörung unterschieden. Links im Navigationsmenü finden Sie eine Liste mit den häufigsten Angststörungen sowie eine kurze Beschreibung der jeweiligen Symptome; alle diese Beschwerden können sehr gut durch eine Angsttherapie behandelt werden. 

 

Therapie von Angststörungen 

Menschen mit einer Angststörung haben (unwissentlich und unabsichtlich) gelernt, in Situationen in denen keine Gefahr besteht, mit Angst zu reagieren bzw. diese Situationen als (übermäßig) gefährlich zu (über) bewerten. 

Bei einer Angsttherapie geht es zunächst darum, genau herauszufinden, was für Auslöser die (falsche) Angstreaktion hervorrufen. Ebenso ist es wichtig zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass von dem Organismus so eine fälschliche Reaktion gelernt wurde.

In dem nächsten Schritt lernen Sie, die falsche Angstreaktion wieder zu verlernen und "richtig" zu reagieren. Dieser Teil der Therapie wird oft auch als "Konfrontation", "Exposition" oder "Desensibilisierung" bezeichnet. Dabei wird eine gezielte - therapeutisch dosierte - Auseinandersetzung mit den angstauslösenden Signalen herbeigeführt, so dass der Organismus lernen kann, dass keine Gefahr besteht; somit kann Angst nicht mehr fälschlich auftreten.

Die Konfrontationstherapie (Verhaltenstherapie) zählt weltweit zu den erfolgreichsten Behandlungsverfahren für Angsterkrankungen.

Ich bin Spezialist für die Therapie von Angststörungen. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich z.B. die Angsttherapie in der Tagklinik Westend aufgebaut und geleitet.

Wenn Sie an einer Therapie oder Beratung in meiner Privatpraxis Interesse haben, können Sie sich über den Ablauf oder die Abrechnung informieren oder für eine Terminabsprache bzw. für weitere Informationen mit mir Kontakt aufnehmen.


Kompetenz in Psychotherapie.